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Leistenbruch - eine ernstzunehmende Krankheit

01.03.2018

Unter einem Leistenbruch (Hemia inguinalis) versteht man eine sackartige Ausstülpung des Bauchfells durch eine Lücke in der Bauchdecke. Dabei können Teile des Darms durch den sogenannten Leistenkanal in die Bauchhöhle austreten. Da bei Männern die Samenstränge durch den Leistenkanal zum Hoden führen, sind Männer und Knaben wesentlich häufiger von dieser Krankheit betroffen. Ursache ist in fast allen Fällen eine angeborene Bindegewebsschwäche. Man unterscheidet zwischen dem häufigeren indirekten Leistenbruch, der vor allem bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen auftritt und dem selteneren direkten Leistenbruch, der meist Erwachsene und ältere Männer betrifft.
 
Woran erkennt man einen Leistenbruch?
Ein Leistenbruch macht sich durch eine sichtbare Auswölbung in der Leistengegend beim Stehen bemerkbar, die sich im Liegen wieder zurückbildet. Typische sind ziehende, bis in die Hoden bzw. in die Schamlippen und in die Oberschenkel ausstrahlenden Schmerzen, die vor allem beim Heben und Pressen auftreten.
 
Leistenbruch - nicht auf die leichte Schulter nehmen
Obwohl ein Leistenbruch in der Regel harmlos verläuft, kann es bei unbehandelten Leistenbrüchen zu schweren Komplikationen kommen, wenn eine durchgerutschte Darmschlinge abgetrennt wird und sich entzündet oder gar abstirbt. Daher sollte ein Leistenbruch immer operativ behandelt werden.

 
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