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Schaufensterkrankheit

01.05.2018

An der Schaufensterkrankheit leiden nicht, wie man vielleicht aus der Bezeichnung schließen könnte, Personen mit einem krankhaft gesteigerten Konsumbedürfnis, die Betroffenen leiden an peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK). Bei dieser Krankheit sind die Blutgefäße in den Beinen derart verengt, dass es vor allem bei längeren Spaziergängen zu starken Schmerzen in den Waden, den Oberschenkeln oder im Gesäß kommt, je nachdem, welche Körperteile betroffen sind. Meist lassen die Schmerzen beim Stehenbleiben nach, daher der volkstümliche Name der Krankheit.


In Deutschland leidet etwa ein Fünftel der älteren Bevölkerung an dieser Krankheit, Männer sind fünfmal so häufig betroffen wie Frauen. Hauptursache Nummer eins ist das Rauchen. Gefährlich an dieser Krankheit ist, dass viele Betroffenen ihre Bewegungsaktivitäten einschränken und erst zum Arzt gehen, wenn die Schmerzen zunehmen und schmerzfreie Gehstrecken immer kürzer werden.


Ursache für die Schaufensterkrankheit ist meist eine Arteriosklerose, also eine Verengung und Verhärtung der Arterien durch Ablagerung an Gefäßinnenwänden. Betroffen sind meist auch andere Gefäße im Körper: Bei der Schaufensterkrankheit steigt das Risiko für Schlaganfall, koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt stark an. Bei einer zu spät oder nicht behandelten Schaufensterkrankheit kommt es häufig zu offenen Wunden. In Deutschland werden jährlich rund 30.000 Beinamputationen infolge der Schaufensterkrankheit vorgenommen.


Um die negativen Folgen der Schaufensterkrankheit zu vermeiden, ist es wichtig, dass sie möglichst frühzeitig diagnostiziert wird. Häufig helfen mehr Bewegung und eine Umstellung der Lebensgewohnheiten (Rauchen aufhören, wenig Alkohol, Gewichtsabnahme). Bei fortgeschrittener Krankheit können durchblutungsfördernde Mittel oder auch operative Maßnahmen zum Einsatz kommen.

 
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